Tarot Bedeutung: die 78 Tarotkarten und ihre Deutung

Die Bedeutung der Tarotkarten ergibt sich aus Bild, Zahl und Farbe jeder Karte sowie aus ihrer Lage: aufrecht oder umgekehrt. Ein vollständiges Deck hat 78 Karten, aufgeteilt in 22 Trümpfe und vier Farben mit je 14 Karten. Unten findest du alle Tarotkarten im Überblick, jede mit einer eigenen Seite zu Liebe, Beruf, Tageskarte und Ja-Nein-Frage. Die Abschnitte darunter erklären, wie die Kartendeutung aufgebaut ist.

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Große Arkana(22)

Kelche(14)

Münzen(14)

Schwerter(14)

Stäbe(14)

Tarot Karten der Großen und Kleinen Arkana: welche gibt es?

Die 22 Trümpfe nennt man heute Große Arkana. Sie reichen vom Narren bis zur Welt und stehen in der Deutung für große Lebensthemen: Aufbruch, Bindung, Verlust, Neubeginn. Zieht man viele davon in einer Legung, gilt die Frage oft als besonders gewichtig.

Die übrigen 56 Karten bilden die Kleine Arkana. Sie verteilen sich auf die vier Farben Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen. Jede Farbe hat zehn Zahlenkarten vom Ass bis zur Zehn und vier Hofkarten: Bube, Ritter, Königin und König. Diese Karten beschreiben eher den Alltag, also Stimmungen, Entscheidungen und Begegnungen im Kleinen.

In der Übersicht oben sind beide Gruppen getrennt aufgeführt. So findest du schnell die Karte, die du gezogen hast, auch wenn du nur ihre Farbe oder ihre Zahl kennst.

Karten deutung: so liest du eine Tarotkarte

Beginne mit dem Bild. Was tut die Figur, wohin schaut sie, wie wirkt die Landschaft? Viele Deutungen gehen direkt aus diesen Details hervor. Danach kommt die Zahl: Asse stehen für Anfänge, Zehnen für einen Abschluss oder ein Übermaß, die Zahlen dazwischen für Stationen auf dem Weg.

Die Farbe ergänzt das Bild. Stäbe werden meist mit Tatkraft verbunden, Kelche mit Gefühlen, Schwerter mit Gedanken und Konflikten, Münzen mit Arbeit, Geld und Körper. Eine Karte liest sich anders, je nachdem, ob du nach Liebe, Beruf oder einem allgemeinen Rat fragst.

Zuletzt zählt die Lage. Eine umgekehrte Karte zeigt in vielen Deutungen dasselbe Thema, aber gebremst, nach innen gekehrt oder übertrieben. Auf jeder Kartenseite stehen deshalb aufrechte und umgekehrte Bedeutung nebeneinander.

Was die Kartenseiten zur Bedeutung der Tarotkarten enthalten

Jede Seite beschreibt das Motiv der Karte und erklärt ihre Kernbedeutung in wenigen Sätzen. Darauf folgen die Lesarten für Liebe und Partnerschaft, für Beruf und Finanzen, für die Tageskarte und für Ja-Nein-Fragen. So kannst du die Karte auf deine konkrete Frage beziehen, statt eine allgemeine Formel zu übernehmen.

Die Deutungen sind als Anregung gedacht. Tarot sagt keine Ereignisse voraus. Es kann helfen, eine Lage aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und die eigenen Gedanken zu ordnen. Wer regelmäßig eine Karte zieht und sich notiert, was sie auslöst, entwickelt mit der Zeit ein eigenes Gespür für die Bilder.

Traditionen und volkstümliche Bedeutungen

Vom Kartenspiel zur Tarotdeutung

Tarot entstand Anfang des 15. Jahrhunderts in Italien als Kartenspiel mit dem Namen tarocchi, nicht als Wahrsagemittel. Seine Neuerung war eine feste Reihe von Trumpfkarten, die italienisch trionfi hießen. Im Deutschen lebt das Spiel als Tarock weiter, während Tarot heute vor allem das Deck für die symbolische Deutung bezeichnet.

Für Wahrsagung und okkulte Zwecke wurden die Karten erst im 18. Jahrhundert breit genutzt. Antoine Court de Gébelin behauptete 1781, das Tarot stamme aus dem alten Ägypten. Historiker lehnen das ab. In den späten 1780er-Jahren schuf der Pariser Okkultist Etteilla das erste Deck, das eigens für die Kartenlegung gedacht war.

Tarotkarten mit Bildern: das Rider-Waite-Smith-Deck

Die Motive, die heute viele vor Augen haben, stammen aus dem Rider-Waite-Smith-Tarot von 1909. Arthur Edward Waite gab es in Auftrag, gezeichnet hat die Karten die Künstlerin Pamela Colman Smith. Anders als die meisten älteren Decks zeigt es auf allen 78 Karten ein Bild, auch auf den Zahlenkarten, die früher nur ihre Farbsymbole trugen.

Vorbild dafür war das italienische Sola-Busca-Tarot von etwa 1491, dessen Zahlenkarten ebenfalls vollständige Bilder haben. Es gilt als ältestes bekanntes vollständiges Tarotdeck.

Such dir in der Übersicht die Karte heraus, die dich spontan anspricht, und lies ihre Bedeutung. Frag dich dann, an welche Situation in deinem Leben sie dich gerade erinnert.

Häufig gestellte Fragen über Tarot

Wie viele Tarotkarten gibt es?

Ein vollständiges Tarotdeck umfasst 78 Karten. Dazu gehören 22 Trümpfe, die Große Arkana, und 56 Karten der Kleinen Arkana in vier Farben. Jede Farbe hat zehn Zahlenkarten und vier Hofkarten.

Wie ist eine Tarot Kartenbedeutung aufgebaut?

Jede Kartenbedeutung verbindet das Bild mit Zahl und Farbe der Karte. Hinzu kommt die Lage, denn aufrecht und umgekehrt werden unterschiedlich gelesen. Auf dieser Grundlage folgen die Lesarten für Liebe, Beruf und Tageskarte.

Ist die Tarot Deutung kostenlos?

Alle Kartenseiten im Verzeichnis kannst du frei lesen, mit aufrechter und umgekehrter Bedeutung. Dort findest du auch die Lesarten für Liebe, Beruf und Ja-Nein-Fragen. Eine Anmeldung brauchst du dafür nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Tarot und Tarock?

Tarock bezeichnet im Deutschen ein altes Kartenspiel, bei dem die Bildkarten als feste Trümpfe dienen. Tarot meint das verwandte Deck, das heute vor allem zur symbolischen Deutung verwendet wird. Beide gehen auf dasselbe italienische Spiel zurück.

Muss man die Bedeutung aller Tarotkarten auswendig lernen?

Nein, viele beginnen mit der Großen Arkana und schlagen den Rest nach. Wer die Logik von Zahl und Farbe verstanden hat, kann sich die Kleine Arkana gut erschließen. Eine Tageskarte über einige Wochen hilft, die Bilder nach und nach kennenzulernen.

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